In einem mitreisenden Verbandsligaspiel unterlag der TuS Mingolsheim trotz guter Leistung dem FC Nöttingen mit 1:2. Zwar stand man wie in der Vorwoche ohne Punkte da, doch die gezeigte Performance macht Hoffnung auf die nächsten Wochen.
Bereits früh im Spiel überraschte man die Gäste mit frechem Fußball und folglich hätte man in Person von Yannick Gwiosdzik beinahe in Führung gehen können, doch der Abschluss war zu drucklos, als dass er den Keeper hätte in Gefahr bringen können (6.). Der FC hatte zwar optisch ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballebesitz, doch nennenswerte Chancen waren auch hier eher Mangelware. Der Rückstand resultierte dann aus einer schwachen Phase, in der man zum einen die Ordnung etwas vermissen ließ und zum anderen zu anfällig und unaufmerksam zu Werke ging (27.). In den folgenden Minuten musste man eine Nöttinger Offensiv-Drangphase überstehen, meisterte diese aber recht gut. Mit dem knappen 0:1 wurden wenig später die Seiten gewechselt – vor allem Dank Jona Oberst, der einen zweifelhaften Elfmeter bärenstark parierte (44.).
Nach dem Beginn der 2. Halbzeit wurde früh verletzungsbedingt gewechselt, wodurch man speziell im Mittelfeld frischer agierte als die Gäste. Weiter neutralisierte sich Vieles zwischen den Strafräumen – vereinzelte Torabschlüsse wurden von beiden gut aufgelegten Keepern problemlos entschärft. Wie aus dem Nichts beförderte Freistoßexperte Leo Gomero einen solchen aus knapp 30 Metern in den Winkel, was das 0:2 bedeuten sollte (69.). Die Heimelf ließ sich aber auch davon nicht beirren und blieb dem eigenen Spielstil weiter treu. Jeremias Moser scheiterte aus aussichtsreicher Position knapp (77.), ehe er am Querbalken scheitern sollte (84.). Nöttingen beschränkte sich auf das Verteidigen und so rollten weiterhin zahllose Angriffe auf das Tor des selbsternannten Aufstiegsfavoriten. Belohnt wurden die zum Teil sehr guten Angriffsbemühungen in der Nachspielzeit durch einen tollen Kopfballtreffer von Jeremias Moser (90.+1) zum 1:2. Nach einem weiteren Freistoß aus dem Halbfeld pfiff der Referee das rasante Spiel ab – schade.

Klar sind wir enttäuscht, dass es nicht zu einem Punktgewinn gereicht hat. Möglich wäre das heute definitiv gewesen“, so Trainer Tobias Schlegel nach dem Spiel. „Wir wollten im Vergleich zu den letzten Wochen wieder mehr Wert auf fußballerische Akzente legen, mehr den Ball haben und uns mutig nach vorne kombinieren. Ich denke, dass uns das über weite Strecken gut gelungen ist. Leider brechen uns fünf wacklige Minuten zum einen, und ein Traumtor zum anderen, das Genick. Ich bin dennoch überzeugt davon, dass wir unsere Punkte holen werden, wenn wir weiter unserem Stil treu bleiben – so wie wir es nach dem 0:2 auch getan haben. Ich habe großes Vertrauen in meine Mannschaft und bin mir sicher, dass wir das Ruder herumreißen werden, wenn jeder weiter an die Leistungsgrenze geht!“

Unter Beweis stellen kann die A-Jugend das am kommenden Samstag, wenn man zum Derby beim FC Olympia Kirrlach antritt. Anpfiff ist um 15:00 Uhr.