Nach zuletzt drei zum Teil deutlichen Niederlagen (1:5, 0:1, 2:6) wollte die A-Jugend endlich mal wieder Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Der einst recht große Abstand zum derzeit ersten Abstiegsrang (9.) ist auf nur fünf Punkte geschmolzen. Der aktuell Neuntplatzierte FC Germ. Friedrichstal hat zudem ein Spiel weniger und kann den Abstand auf den TuS Mingolsheim gar auf zwei Punkte verkürzen.

In Durlach-Aue kam man auf dem neuen Kunstrasenplatz allerdings nur schleppend in die Begegnung und es mangelte an Körpersprache und Einstellung. Folgerichtig geriet man nach nur zehn Minuten durch einen unnötigen Strafstoß in Rückstand. Auch im weiteren Spielverlauf bekam die Mannschaft aus Bad Schönborn wenig bis überhaupt keinen Zugriff im Mittelfeld und so plätscherte das Spiel vor sich hin. Erst in den zehn Minuten vor dem Pausenpfiff raffte sich die Mannschaft mental auf und drückte die Gastgeber in deren Hälfte. Mehr als ein aberkannter Abseitstreffer nach einem stark getretenen Freistoß von Yannik Keilbach wollte aber nicht gelingen (41.). Dennoch ein Ausrufezeichen mit Signalwirkung.
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Bemühungen zu, doch die kalte Dusche folgte nach einem unerklärlichen Missverständnis bereits nach drei Minuten, als die SpVgg Durlach-Aue die Führung ausbauen konnte (48.). Unterkriegen lassen wollte sich die Mannschaft aber nicht und fortan spielte fast nur noch die Mannschaft um Kapitän Milan Straub. Aus einigen vielversprechenden Positionen scheiterten Lasse Eisinger (53.), Jeremias Moser (62.) und Mathis Baschta (80.) am Torhüter bzw. Außennetz – und so bestraften die Hausherren die erneut schwache Chancenverwertung eiskalt mit dem dritten Torschuss zum 3:0 (72.). In der Schlussphase hätte das Ergebnis durch viele Konter noch höher ausgehen können, doch schlussendlich blieb es beim 3:0.

Momentan zehrt es doch sehr an den Nerven. Wir lassen in knapp 70 Minuten nicht einmal eine Hand voll Chancen zu – dennoch knallt es drei Mal. Und auf der Gegenseite erspielen wir uns eine Hand voll guter Chancen und nutzen diese nicht konsequent genug. Momentan ist da auf beiden Seiten des Balles etwas der Wurm drin“, so Trainer Tobias Schlegel im Anschluss an die vierte Niederlage in Folge. „Ich kenne den Fußball lange genug um zu wissen, dass solch eine Niederlagenserie mental schwer zu verarbeiten ist. Dennoch sind wir eine gefestigte Mannschaft und ich traue jedem meiner Spieler zu, dass wir uns da gemeinsam wieder herausarbeiten.“

Eine erste Chance dazu bietet sich hierfür am kommenden Samstag, 14. Mai 2022, wenn man um 17:30 Uhr beim direkten Konkurrenten VfR Mannheim antritt.